Velodrom Hasenheide
Einige Wochen nach dem Brand der Rütt-Arena gab es in der Berliner Presse Meldungen
über einen möglichen Wiederaufbau der Anlage. Als Initiator dieser Aktion wurde der
Radrennfahrer Lothar Ehmer genannt und als Leiter sollte der Berliner Max Münzner
fungieren, der bereits Rennen im Sportpalast durchgeführt hatte. Angeblich seien
Verhandlungen mit dem ehemaligen Geschäftsführer der Rütt-Arena, Dir. Koplowitz im
Gange und die Wilmersdorfer Baugesellschaft (ehemals Elbe & Ludwig) sei um einen
Kostenvoranschlag gebeten worden.
Die noch intakte Tribüne der Gegengerade solle nunmehr als Haupttribüne fungieren
und die bisherige Bahnlänge von 250 Metern erhalten bleiben. Als neuer Name der Radrennbahn
war "Velodrom Hasenheide" im Gespräch. Leider verliefen alle Bemühungen im Sande.
Unterstützt durch Sponsoren, hatte Walter Rütt inzwischen begonnen, auf der Radrennbahn
des Polizei-Stadions Renntage abzuhalten, bei denen einmal wöchentlich die Berliner
Berufsfahrer antraten. Die Rennserie musste aber bald wieder eingestellt werden.
Die verkohlten Trümmer der Rütt-Arena ragten noch einige Jahre als ein trauriges
Denkmal in den Himmel und dienten Kindern als Spielplatz, bevor sie endgültig abgetragen
wurden.
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